Straßenbäume leiden jetzt schon – bitte gießen!

Im letzten Sommer haben wir es alle mitbekommen: Insbesondere die Straßenbäume litten stark unter der anhaltenden Trockenheit und waren dankbar, wenn freundliche Anwohnerinnen und Anwohner die Schattenspender in ihren doch oft recht spärlichen Baumscheiben mit kühlem Nass versorgten.  Jetzt – Mitte Mai! – ist die Situation nicht besser! Es hat zwar geregnet. Bis zu der Tiefe des Bodens, in der die Wurzeln an sich Wasser für den Frühjahrstrieb aufnehmen möchten, ist der Regen jedoch nicht vorgedrungen. Gerade junge Bäume haben ihr Wurzelwerk noch nicht so weit ausgebreitet, dass sie sich ausreichend mit Wasser versorgen können. Alle sind also aufgefordert, den Bäumen vor der Haustür zu helfen und Wasser auf die Baumscheiben zu gießen.

Bei einem Gespräch mit Umweltdezernentin Simone Raskob wiesen RUTE-Mitglieder auf die jetzt bereits riskante Trockenheitssituation hin und fragten nach Maßnahmen durch die Stadt. Bei Neuanpflanzungen kümmern sich die GaLaBau-Firmen in der Gewähleistungszeit um ihre Schützlinge. Am meisten gefährdert sind also die jugendlichen Bäume ab dem dritten Pflanzjahr – auch wenn die Stadt Essen auf ihrer Internetseite darum bittet, sich um 1-3-jährige Anpflanzungen zu kümmern. 3 bis 5 Jahre wäre hier der sinnvollere Zeitrahmen…

Im letzten Jahr hatte die Stadt bereits Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung gebeten: https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_1233044.de.html

Auch wurde gleichzeitig auf ein neues Bewässerungssystem hingewiesen, das von Grün und Gruga seit letztem Jahr angewendet wird (Bildquelle: Internetseite der Stadt Essen): https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_1240467.de.html

Auf der o.g. Internetseite ist auch ein Link zu einem GIS-System („Graphisches Informations-System“), also einer digitalen Karte, auf der alle Neuanpflanzungen zu sehen sind… ein tolles Angebot der Stadt!

Übrigens arbeitet Grün&GRUGA auch durch das Programm „Baum-Adapt“ daran, Baumarten zu finden, die dem zunehmenden Klimawandel besser trotzen können. Ist zwar „nur“ Symptombehandlung und keine Ursachenbekämpfung, kann aber bei dauerhaft höheren Temperaturen hilfreich sein und ist daher an dieser Stelle der richtige Weg.

Ein massives Umschwenken in Sachen klimafreundlicher Mobilität ist seitens der Politik aber umso mehr dringend erforderlich!

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