Kostenlos mit Bus und Bahn in Essen?!

Stickoxidbelastung und Feinstäube auf der Gladbecker Straße schaffen es doch immer wieder in die überregionalen Medien. Nun sogar bis nach Brüssel bzw. die EU-Komission. Nein – dieses Mal nicht in Sachen Grüner Hauptstadt. Auch die Abrisspläne von Planungsdezernent Best und die Satire hierzu in der ZDF-Heute-Show (besonders ab Minute 9:28) sind nicht gemeint…

Mit kostenlosem ÖPNV will das Bundesumweltministerium in besonders belasteten Städten den Gesundheitsgefahren u.a. auch in der Stadt Essen den Garaus machen.

Heiße Luft oder Zeitenwende?

Was sich auf den ersten Blick in der Tat als Schritt in die richtige Richtung anhört und von der Idee her die Zustimmung aller in Nachhaltigkeitskriterien denkenden Menschen und Verbände findet, bekommt bei näherem Hinsehen schnell den Anschein als Rohrkrepierer und ist letzten Endes nicht mehr als das Eingeständnis der jahrenlangen Untätigkeit und des Unvermögens in Sachen vernünftiger Verkehrssplanung und Gesundheitsschutz der Bevölkerung:

Wer schon mal in der Rushhour mit Bus und Bahn unterwegs war und ist, fragt sich, wie es gehen soll, dass all diejenigen, die bisher – meist als Einzelfahrer/in – im Pkw im Stau stehen und die Luft verpesten, nun von heute auf morgen in die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen und dort einen Platz finden sollen. Fehlende Doppeltraktion auf den Tram-Linien, überalterte Steuerungstechnik mit der Folge zu geringer Zugdichte, eingestellte  Linien (Ruhrbahn MH!), zu wenig Personal – und erst recht viel zu wenig Geld!

Denn davon ist bisher keine Rede! Wieviel wird der gute Olaf Scholz (oder wer wird es sein?) aus seiner/unserer Schatulle werfen?

Aber wir wollen nicht unken, sondern sind gespannt auf weitere Details…

PRO BAHN liefert interessante Aspekte…

Foto Glabecker Straße Essen: D. Schruck

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