Vögel in der Stadt – schön! Aber für unerfahrene Jungvögel auch lebensgefährlich…

Wasserbüffel auf der Autobahn – da wird mal eben die A3 gesperrt. Die Bremer Polizei erweist sich als Freund und Helfer für eine Entenfamilie auf der A27 und rettet die watschelnde Kolonne… Tiere haben es in unseren verkehrsreichen und dicht besiedelten Region nicht leicht. Und alle haben weitestgehend Verständnis dafür, wenn ihnen geholfen wird.

Wahrscheinlich ohne es zu ahnen, haben wir aber alle auch einen Anteil am Vogelsterben mit unseren Fensterflächen, geputzten Scheiben und immer seltener Gardinen vor dem Fenster – ganz zu schweigen von den riesigen Glastürmen in unseren Städten. Neben dem Nahrungsmangel – Stichwort: Insektenrückgang – trifft es vor allem unerfahrene Jungvögel in unserem Ballungsraum. Durchsicht, Spiegelungen, die Bäume zum Anfliegen suggerieren und nächtliche Beleuchtung machen Glasscheiben zu tödlichen Fallen für unsere fliegenden Freunde. Der NABU spricht von „Millionenfachen Vogelkillern“ und „Der Tod an Scheiben ist heute eines der grössten Vogelschutzprobleme überhaupt“, so die Schweizer u.a. vom NABU empfohlene Internetseite „vogelwarte..ch„. Dort findet man übrigens viele Tipps zu  „Vogelkollisionen an Glas vermeiden“ und „Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht“

Aber was hier in Essen tun, wenn es passiert ist, ein Vogel eine „Engelspur“ auf der Scheibe hinterlassen hat und offensichtlich verletzt vor der Scheibe liegt, schwer atmet, zappelt oder wie betäubt wirkt?

Die Schweizer empfehlen: „Legen Sie ihn in eine Kartonschachtel mit Luftlöchern und stellen Sie diese ins Dunkle. Gehen Sie damit nach 1–2 Stunden ins Freie (keine Experimente im Hausinnern!) und lassen Sie den Vogel fliegen. Startet er nicht, dann“  nehmen Sie Kontakt zu einer Vogelauffangstation auf.

Adressen hier: wildvogelhilfe.org

Oder Sie suchen mit dem Karton eine Kleintierpraxis auf.

 

 

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