Deutsche Umwelthilfe hat die Grüne Hauptstadt wegen Dieselschadstoffen verklagt – jetzt an Petition teilnehmen!

77 vorzeitige vermeidbare Todesfälle in Essen durch Stickoxide jährlich, rechnet man die Angaben der Deutschen Umwelthilfe grob hoch. Da muss zügig etwas passieren – jede(r) kann etwas tun, z.B. bei der Petition der DUH zu Dieselstinkern mitmachen!

Bekanntlich hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Bezirksregierung Düsseldorf als verantwortliche Aufsichtsbehörde für die hochbelastete Luftsituation innerhalb der Stadt Essen auf Basis von EU-Gesetzgebungen verklagt. Im Bereich der Stadt Düsseldorf hatte man damit bereits Erfolg. Bis Oktober diesen Jahres haben dort die Verantwrtlichen Zeit, sich etwas einfallen zu lassen, um den Schadstoffausstoß und damit die Gesundheitsbelastung der Bevölkerung zu verringern. Das kann eine blaue Plakette sein, die aber Landes- und Bundesregelungen erforderlich macht, genauso wie Sperrungen und Fahrverbote für bestimmte Emittendengruppen, insbesondere Dieselfahrzeuge außerhalb von EURO6. Aber gerade bei diesem Antriebstyp ging es ja auch nicht überall mit rechten Dingen zu (siehe z.B. Messung Schadstoff-Ausstoß im Realbetrieb: Durchschnittlich lagen die NOx-Emissionen bei einer Messreihe der DUH für Euro 6 Diesel-Pkw mit 646 mg/km, um den Faktor 8,1 über dem verbindlich geltenden Grenzwert von 80 mg/km). Auch bleibt die Kontrolle schwierig.

Darüber hinaus ist beim europäischen Gerichtshof ein EU-Vertragsverletzungsverfahren wegen der Belastungen in Essen anhängig, dessen Be- und Verhandlung sich aber noch etwas hinziehen wird.

Die DUH geht von  10.600 vorzeitigen Toten in Deutschland durch Stickoxide aus Dieselabgasen aus. Bei ca. 81 Mio. Gesamteinwohnern und 589.579 Einwohnern in Essen sind das laut Dreisatz in Essen rund 77 vermeidbare Tote! Ein öffentlicher Aufschrei ist nicht zu vernehmen….

Beim Städteranking in Sachen Mobiliät liegt die Autostadt Essen auf Platz 12 von 14 (siehe Greenpeace-Hompage).

Der „Dieselkompromiss“ zwischen Autmobilindustrie und Bundesregierung (Umweltverbände waren nicht eingeladen!) ist ein stumpfes Schwert ohne großen Wert – außer für die Autolobby!

Daher müssen die Bürgerinnen und Bürger selbst ran – z.B. mit der Teilnahme an der Diesel-Petition der DUH. Hier geht’s dorthin….

Auch hat der RUTE kurzfristige und  längerfristige Maßnahmen vorgeschlagen, die zum großen Teil auf den Forderungen zur Grünen Hauptstadt basieren und im Wesentichen von der Mobiliät~Werk~Stadt erarbeitet wurden.

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