Weitere Flächenversiegelung muss ein Ende haben! Tagesschau hebt Ruhrgebiet als Wärmeinsel hervor!

2003 gab es in Europa ca. 70.000 Tote durch die anhaltende Hitze, so berichtete der Spiegel im Jahr 2007 von einer Studie, die sechs Forscher aus vier Ländern in 16 EU-Staaten im Auftrag der EU durchgeführt hatten. In Frankreich und in Italien starben damals etwa 20.000 Menschen mehr als in anderen Jahren. Betroffen waren aber auch Belgien, Luxemburg, Portugal und Spanien, heißt es in der von der EU finanzierten Studie. In Deutschland sollen rund 7000 Menschen an den Folgen der Hitzewelle gestorben sein.

Was hat das mit Essen zu tun? Aktuell leiden die Wälder und Straßenbäume nach zwei vorhergehenden trockenen Sommern und Regenmangel in 2019 unter akutem Wassermangel vor allem in tieferen Bodenschichten (siehe WAZ/NRZ vom 15.8.19). Und im Juni/Juli wurden neue Hitzerekorde mit Tagestemperaturen um die 42°C aufgestellt. Was in diesem Kontext unserer Region zu denken geben sollte: Die Tagesschau vom 24.7.19 hebt in ihrem Wetterbericht (Karte oben, Originalton unten) die auffällige Höhe der Nachttemperaturen im Ruhrgebiet hervor:

Ursache für eine geringere nächtliche Abkühlung ist die hohe Verdichtung unserer Region. Da davon auszugehen ist, dass sich derartiger Wetterereignisse mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederholen, ja ausweiten werden, brauchen wir neben Schritten für eine Reduktion an Klimagasen einschneidende Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. D.h.:

  • Sicherung vorhandener Grün- und Freiflächen
  • Begrünung von vorhandenen Flachdächern
  • Verpflichtung zur Begrünung von Neubaudächern
  • Empfindliche Besteuerung von versiegelten Flächen, insbesondere versteinerten und/oder zu Parkplätzen umgebaute Vorgärten
  • Entsiegelungsprogramme
  • Flächenschonender, kostengünstiger Wohnungsbau (Mehrfamilienhäuser!)
  • Aufstockung von vorhandenen Gebäuden
  • Tauschanreize, -börse und -programme für Wohnungen (groß nach klein)
  • Überprüfung von satzungsgemäßer Nutzung von Wohnraum (normale Langzeitvermietung statt B&B!)

Auf der Internetseite des Bayerischen Rundfunks wird von einer Studie berichtet, dass selbst kleinräumig zwischen versiegelter Steinwüste und begrünter Freifläche deutliche Temperaturunterschiede nachzuweisen sind.

Also Finger weg, von den Grünflächen, Stadt Essen und her mit sinnvollen Konzepten!

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