Veranstaltung des BDA zum Flächenverbrauch gut besucht

Rapsfeld Handyfoto Schruck gemeinfrei 2012-05-12_15-14-21_407Der Bund Deutscher Architekten (BDA) Essen lud ins Forum Kunst und Architektur am Kopstadtplatz ein. Am 5.5.15 stand die „grüne Metropole Essen“ im Mittelpunkt der Diskussion.

Es wurde durch die Statements des Podiums und der Diskussion aus dem Publikum deutlich: Naturschutz steht bei der Stadt- und Landschaftsplanung nicht gerade in vorderster Reihe. Von Jammern der Flächenschützer war die Rede. Und über Zahlen wurde gestritten: Sind es nun 54% Grün in Essen, die Beigeordnete Raskob hervorhob oder 32%, wie BUND-Vertreterin Dr. Cornelia Fitger dem entgegen stellte? Ist der Krupp-Park nun ein Gewinn für Mensch und/oder Natur oder wegen seiner ökologischen Eintönikeit doch eher ein Rückschritt für die Artenvielfalt?

Eine gewisse Einigkeit war denn doch zu spüren, als die Frage nach dem weiteren Vorgehen aufkam: Ein umfassendes Planungskonzept muss her, bevor Schnellschüsse zu nahezu irreparablen Schäden führen. Seit Jahre fordert der RUTE schon die Erstellung eines Landschaftsplanes – bisher Fehlanzeige! Angeblich kein Personal da…

Und was ist mir der „Wildnis“? Die mag für manche Stadtmenschen und Planer nun gar nicht zu einer Metropole, als die sich Essen und das Ruhrgebiet so gerne sehen möchte, passen. Aber sie kann ja auch im Kleinen stattfinden… Auf jeden Fall kann „Erst mal bauen – und dann schaun wir mal!“ keine Lösung sein!

Leitung: Ulrich Führmann
Auf dem Podium: Martina Oldengott (Akademie für Städtebau und Landesplanung, Landesgruppe NRW Essen), Simone Raskob (Beigeordnete), Peter Davids (Landschaftsplaner) sowie Cornelia Fitger (Rute/Bund Kreisgruppe Essen)

Richtig spannend werden die Diskussionen aber erst, wenn echte Kontrahenten aufeinander treffen, sei es aus den Parteien und den Wirtschaftsverbänden und den Ökologen, Bürgerinitiativen und Anwohnerinnen und Anwohnern…

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