RUTE lehnt Vorschläge zu „Städtebauliche Strategie zur Unterbringung von Flüchtlingen“ kategorisch ab

Kuckuck 1200px-Cuculus_canorus_vogelartinfo gemeinfreiDer Kuckuck weilt längst wieder in südlichen Gefilden. Umso erstaunlicher ist es, dass man sich in dieser vorweihnachtlichen Zeit dem Gefühl nicht erwehren kann, dass die Verwaltung – hier insbesondere das Planungsdezernat und -amt – den Essener Bürgerinnen und Bürger, die doch ganz auf Glühwein, Spekulatius und GreenCapital eingestellt sind, ein echtes Kuckucksei in die Krippe legen will: Zu durchsichtig erscheint der Versuch, quasi durch die Hintertür der Flüchtlingsunterbringung auf längst mehrfach im breiten Konsens abgehakten Flächen nun doch die Bagger anrücken zu lassen. Da rufen weder das Prädikat „Landschaftsschutzgebiet“ noch durchaus vorhandene Alternativen Skrupel bei den Vorschlagenden und den Profiteuren hervor.

Der Aufschrei in der Bevölkerung ist erheblich – und das nicht nur bei Naturschutz- und Umweltverbänden! Die Diskussion verläuft so umfangreich, dass die Ehrenamtszeit nicht reicht, sie hier wieder zu gegeben. BUND, NABU und RUTE selbst, aber auch Essen-packt-an geben qualifizierte Stellungnahmen ab. Auch vom Land NRW kommen skeptische Äußerungen. Essern Oppositionsparteien wie Grüne, Linke und Piraten stellen kritische Fragen. Bürgerinitiativen, die sich längst in Sicherheit und geruhsamer Vorweihnachtsstimmung  wähnten, müssen nun schon wieder ran – und das völlig überflüssig, weil es genug Alternativen zum vorgeschlagenen Freiflächenfraß gibt – nur müsste man das auch wollen! Aber es ist ja so bequem, mal eben auf der Grünen Wiese eine Unterkunft zu errichten und dann – das erinnert stark an die Türöffnerfunktion der Tropenholzfirmen für den Flächenfraß in Südamerika – später dort die immer schon von den Planern vorgesehenen Eigenheime zu errichten. Für die Grundstücksbesitzer sieht das nach Bescherung schon am 16.12. aus – da ist Ratssitzung um 15 Uhr! Auch wenn es dann nur erst mal um die Prüfung der Flächenvorschläge gehen soll – als wäre nicht schon genug geprüft worden in der Vergangenheit!

Also wir sagen: Halt mit diesem Unfug! Erst mal schauen, was sonst alles geht! Hände weg von Landschaftsschutzgebieten, Kleingärten und landwirtschaftlichen, wertvollen Flächen.

Die Flüchtlinge müssen aus den Zelten raus. Da sind sich alle und wir auch einig. Aber Schnellschüsse sind fatal und dann leider nicht mehr umkehrbar! Also bitte mit Bedacht und nachhaltig entscheiden!

Verlautbarungen von RUTE, BUND und NABU:

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[embeddoc url=“https://www.umwelttisch.de/wp-content/uploads/2015/12/Bauflächen-15-Pressemitteilung-BUND-Dezember-2015.pdf“]

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Red_Kite_from_the_Crossley_ID_Guide_Britain_and_Ireland. free and CC3

Quelle: wikipedia (free) – Autor: Richard Crossley

Der Rotmilan ist auch schon über einigen Flächen gesichtet worden….

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