Kompostierung: RUTE schaute 15 Jahre voraus …

Braune Tonne Foto Schruck IMG_7279

Braune Tonnen in Essen – Foto D. Schruck

Im Jahr 2000 wollten CDU, FDP und Stadtkämmerer die Braune Tonne für kompostierbaren Abfall abschaffen. Der RUTE wendete sich vehement dagegen und organisierte mit hohem personellen und finanziellen Aufwand Aktionen zur Öffentlichkeitsarbeit, u.a. durch eine Podiumsdiskussion, auf der die einzelnen Positionen dargestellt wurden. Zum Glück berichtete die Presse entsprechend, wenngleich auch die Essener Umweltverbände als Initiatoren der Veranstaltung leider nicht genannt wurden.

Egal: Die Braune Tonne blieb und ist seit dem aus Essen nicht mehr weg zu denken. Und wer selbst kompostiert, kann sich von der Nutzung der Tonne befreien lassen und so Gebühren sparen.

Seit Jahresbeginn 2015 sind die Kommunen gemäß Bundesgesetz (Kreislaufwirtschaftsgesetz §11) verpflichtet, Biomüll vom normalen Restmüll zu trennen und Systeme für kompostierbaren Abfall anzubieten – gut dass Essen zumindest in diesem Bereich vorbereitet war und ist.

Leider sieht es nicht in allen Bereichen der Abfallpolitik so positiv aus: Das „neue“ Abfallwirtschaftskonzept hat vor allem die Auslastung der antiquierten Müllverbrennungsanlage in Karnap im Blick. Mülltrennung und -vermeidung spielen nur eine untergeordnete Rolle. Das Grünschnittkraftwerk von GRÜN&GRUGA bekommt so nur eine Deckmäntelchenfunktion. Von einer Grünen Hauptstadt sollte man mehr erwarten!

 

 
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