Der OB-Wahlkampf nimmt Fahrt auf – Diskussionsveranstaltung am 2.9. der „Linken“: Flatrate für Bus und Bahn?

Linie 109 Einweihung neue Streckenführung 2014-10-19 Foto Schruck IMG_0952 (Medium)

Historische EVAG-Bahn bei der Eröffnung der neuen Streckenführung Linie 109 – Foto: D. Schruck

Der RUTE ist überparteilich. So steht es auch auf der Homepage und im RUTE-Flyer. Und so soll es auch bleiben.

Erfreulicherweise spielen im anstehenden OB-Wahlkampf auch Umwelt- und verkehrspolitische Themen eine Rolle – insbesondere in Zeiten der European Green Capital 2017. Paß (SPD) und Kufen (CDU) sind z.B. Befürworter der A52, was uns gar nicht gefällt. Mitbewerberinnen und -bewerber beziehen andere Positionen und stellen sie auch dar. Kurz: Wir wollen keine Parteipolitik betreiben, sondern wollen gern Positionen darstellen und die Kandidatinnen und Kandidaten aufrufen, ihre Positionen  zu umweltrelevanten Themen darzustellen. Wenn sie oder ihre Wahlkampfmanager uns das dann mitteilen, machen wir dies und entsprechende Veranstaltungen gern auf unserer Seite bekannt.

Die „Linke“ hat uns über eine Veranstaltung informiert, die wir hier unter dem oben genannten Gesichtspunkt ankündigen:

Flatrate für Bus und Bahn?

Podiumsdiskussion zum öffentlichen Nahverkehr mit:

– Michael Feller, Vorstandsvorsitzender der Essener Verkehrs AG (EVAG)
– Matthias Bärwolff, Aufsichtsratsvorsitzender der Erfurter Verkehrsbetriebe AG (EVAG)
– Sabine Leidig, Bundestagsabgeordnete DIE LINKE und verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion
– Wolfgang Freye, Oberbürgermeisterkandidat DIE LINKE und Mitglied im Planungsausschuss der Stadt Essen

Mittwoch, 2. September um 18:00 Uhr

DGB-Haus, Teichstr. 4, 45127 Essen

Essen wird 2016 Grüne Hauptstadt Europas. Dazu gehört das Ziel, den Nahverkehrsanteil von derzeit 19 auf 25 Prozent zu steigern. Trotzdem verlangt Kämmerer Lars Martin Klieve drastische Kürzungen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) von bis zu 17 Mio. Euro. Kürzere Taktzeiten, längere Wartezeiten, ein schlechterer Service wären die Folge. Viele Menschen würden wieder auf das Auto umsteigen. Die Staus in der Stadt würden noch länger, die Umweltbelastung noch mehr steigen und die Lebensqualität abnehmen.

Auch ohne diesen Druck steht der Öffentliche Nahverkehr in Essen vor großen Problemen. 400 Mio. Euro müssten in den nächsten Jahren investiert werden, wenn nur der Status Quo erhalten werden soll. Da der Bund die Förderung solcher Investitionen ab 2019 einstellen will, ist schon dies eine kaum lösbare Aufgabe. Mobilität ist für die meisten Menschen in Essen der Schlüssel zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Gerade auch für Menschen, die sich kein Auto leisten können oder wollen. Für DIE LINKE ist der ÖPNV deshalb öffentliche Daseinsvorsorge, genau so wie erschwinglicher Wohnraum, sauberes Wasser und eine funktionierende Müllentsorgung. Der ÖPNV gehört trotz aller finanziellen Schwierigkeiten weiter ausgebaut und die regionale Zusammenarbeit verbessert. In Essen und im ganzen Ruhrgebiet, weil hier die „Kleinstaaterei“ im Verkehrsbereich besonders viel Schaden angerichtet hat.

In Erfurt wird derzeit die Einführung eines umlagefinanzierten ÖPNV geplant. Die Grundidee: Behandeln wir den ÖPNV wie die Wasserversorgung! Alle Bürger der Stadt können ihn nutzen – und alle Bürger der Stadt kommen gemeinsam mit einer Abgabe für ihn auf! So stehen Straßenbahnen und Busse allen uneingeschränkt ohne Fahrschein zur Verfügung.

Artur Schwarz
Referent
Telefon 0201 / 175 433 – 12
eMail: a [punkt] schwarz [ät] linksfraktion-essen [punkt] de
 
DIE LINKE.
Fraktion im Rat der Stadt Essen
Severinstraße 1
45127 Essen
 
Telefon 0201 / 175 433 – 11
Telefax 0201 / 175 433 – 18
 
info [ät] linksfraktion-essen [punkt] de
http://www.linksfraktion-essen.de
 
Wir hoffen, dass auch andere Parteien und ihre OB-Kandidatinnen und -Kandidaten Veranstaltungen zu Umweltthemen durchführen und uns entsprechend mitteilen, so dass wir sie hier verbreiten können….

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