Umweltbildung: Mobile Konzepte aus aller Welt stellten sich anlässlich der GHE2017 in Essen vor

Mit großem Erfolg und uneingeschränkt positiver Resonanz aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland endete am Freitag, 10.3.2017 die jährliche internationale Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Umweltmobile (AGUM) in der Europäischen GrünenHauptstadtESSEN2017 mit einer großen Mobil-Präsentation und zahlreichen Workshops für Kinder, Jugendliche und Multiplikatoren von 10-13 Uhr auf dem Gelände des Weltkultuererbes Zeche Zollverein.

2 Tage vorher präsentierten sich die 17 spezialisierten Fahrzeuge sowohl geladenen Gästen als auch den angereisten Projektbetreibern zum pädagogischen, technischen und organisatorischen Erfahrungsaustausch auf dem Gelände der Zeche Carl und feierten anschließend das 20jährige Jubiläum der AGUM, 25 Jahre mobile Umweltbildungsarbeit in NRW (LUMBRICUS) und 30 Jahre in Deutschland (Ökomobil Tübingen). Auf der Fahrt nach Altenessen passierte die Karawane auch das Essener Rathaus – hier ein kurzer youtube-Filmausschnitt von der vorbeirollenden Kolonne in Critical-Mass-Format (>16)…  hier ein Bericht auf der Internetseite der Stadt Essen

Der Donnerstag diente den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Tagung zur eigenen Fortbildung: Zunächst hinterließ der Vortrag von Mitarbeitern des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) bei den Fahrzeugbetreibern ein leicht mulmiges Gefühl angesichts der aktuellen NOx-Erkenntnisse. Passend zur Diskussion um geeignete Antriebstechniken drückte Nils Hoffmann von der VIA  bei der nachmittäglichen Exkursionsfahrt mit dem EVAG-Hybridbus die Enttäuschung seines Hauses darüber aus, dass statt der erhofften 20% Einsparung lediglich 5% übrig blieben. Das Zero-Emission-Ziel ist so wohl kaum zu erreichen!
Vorträge zum Umgang mit Düften (Posting von „Duftreferentin“ Steffi Horn auf Facebook)  und den eigenen persönlichen Kraft-Reserven rundeten das Vortragsprogramm ab, bevor es dann zu Points of Interest der Grünen Hauptstadt ging: Von den Fortschritten der Emscher-Renaturierung, dem Umgang mit dem Wald nach ELA, dem Konzept des RS1 und von einigen touristischen Highlights konnten sich die Gäste aus Namibia, Japan, Polen, der Schweiz und nahezu allen Bundesländern bleibende Eindrücke verschaffen.

Auch wenn nicht immer alles Gold ist, was glänzt: Die Grüne Hauptstadt Essen 2017 bietet neben der Chance für Gruppen des RUTE, auf den Nägeln brennende Fragen in den Fokus zu rücken, auch durch derartige Tagungen auswärtigen umweltpolitisch interessierten Gästen die Gelegenheit, ihre Vorurteile über den „dreckigen Pott“ abzubauen, ja sogar Anregungen für ihre eigenen Regionen mitzunehmen. Und die Kids des Essener Nordens und Gelsenkirchener Westens haben auch noch an 17 mobilen Stationen etwas über die Natur gelernt…

Ein paar Fotoimpressionen…

 

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